Instruktion

Sehr geehrte Damen und Herren!

Herzlich Willkommen zur Umfrage „Inklusive Sprachtherapie und Logopädie im schulischen Kontext – Chancen und Grenzen transdisziplinärer Kooperationen“!

Aktuelle Richtlinien!
Durch die UN-Behindertenrechtkonvention und durch den Beschluss der Kultusministerkonferenz wurde die inklusive Beschulung von Schülerinnen und Schülern mit einem besonderen Förderbedarf beschlossen. Die Heilmittelrichtlinien eröffnen darüber hinaus sprachtherapeutischen und logopädischen Fachkräften die Möglichkeit, ihre Kompetenzen an Schulen anzubieten und mit den Lehrkräften vor Ort intensiver zusammen zu arbeiten.

Wichtig: Ihre Expertise!
In Bezug darauf, ob die Professionen der Sonderpädagogik (Schwerpunkt Sprache), der Grundschulpädagogik sowie der Sprachtherapie und Logopädie an einer intensivierten Zusammenarbeit unter einem Dach interessiert sind, sind allerdings kaum Informationen vorhanden. Über Einschätzungen der Fachkräfte zur Umsetzung solcher Kooperationen ist weiterhin wenig bekannt, sodass noch keine Aussagen über die Chancen und Grenzen aus der praktischen Perspektive getroffen werden können. Daher ist nun Ihre Fachexpertise gefragt!

Ihre Meinung zur Inklusion steht im Mittelpunkt!

Wir möchten Sie bitten, an dieser Online-Umfrage im Rahmen einer Abschlussarbeit unter der Betreuung von Ulrich Stitzinger, FöL und Prof. Dr. habil. Ulrike Lüdtke teilzunehmen, damit die Kooperationsmöglichkeiten zwischen den Grundschul- und Förderschullehrkräften sowie den sprachtherapeutischen und logopädischen Fachkräften in Schulen transparenter werden und optimiert werden können. Außerdem sollen die Arbeitssituationen sowie die Perspektiven der beteiligten Fachkräfte an Schulen besser eingeschätzt werden können. Besonders Ihre persönlichen Einschätzungen und Ihre ehrlichen Meinungen sind diesbezüglich von Bedeutung, sodass es keine falschen oder richtigen Antworten gibt! Die Ergebnisse dieser Befragung bilden eine wichtige Grundlage in der inklusiven Weiterentwicklung der Schulen und werden daher in einem Fachartikel veröffentlicht!

Ihre Daten werden vertraulich behandelt!
Die erhobenen Daten werden anonym gespeichert und die Teilnahme an der Umfrage erfolgt freiwillig. Die Befragung sollte nicht mehr als 15 Minuten dauern, wobei Sie die Umfrage jederzeit abbrechen können.

Wir würden uns sehr über Ihre Teilnahme an der Umfrage bis zum 19.09.2016 freuen und bedanken uns bereits im Voraus für Ihr Interesse und Ihre Unterstützung!

Leibniz Universität Hannover
Institut für Sonderpädagogik
Abteilung Sprach-Pädagogik und -Therapie
Nicole Buchcik, M.A.
Ulrich Stitzinger, FöL
Prof. Dr. habil. Ulrike Lüdtke 

Themenkomplex 0: Persönliche Angaben

0-2: Welches Geschlecht haben Sie?

0-4: Welchen Beruf haben Sie (Mehrfachnennungen möglich)?


0-5: Befinden Sie sich momentan noch in der beruflichen Ausbildung / im Studium zu einem der genannten Berufe?

0-6: In welchen Institutionen sind Sie tätig (Mehrfachnennungen möglich)? (Bzw. für Teilnehmende in beruflicher Ausbildung / im Studium: In welchen dieser Institutionen haben Sie bereits beispielsweise durch Praktika Berufserfahrungen gesammelt?)


0-8: Haben Sie in Ihrem Tätigkeitsverhältnis eine Leitungstätigkeit (z.B. Schulleiter, Praxisleitung,…)?


a Bspw. gehören akademische Sprachtherapeuten /-innen, Logopäden /-innen oder Atem-, Sprech- und Stimmlehrer /-innen zu dieser Gruppe.
b Bspw. gehören Grundschullehrkräfte oder Primarstufenlehrkräfte mit Masterabschluss oder Staatsexamen zu dieser Gruppe.
c Bspw. gehören Förderschul- und Sonderschullehrkräfte oder Sonderpädagogen /-innen mit dem Förderschwerpunkt Sprache und mit Masterabschluss oder Staatsexamen zu dieser Gruppe. 


Themenkomplex A: Sprachtherapeutische / logopädische Fachkräfte in der Primarstufe – administrative und konzeptionelle Sichtweisen

In den USA und der Schweiz arbeiten viele sprachtherapeutische / logopädische Fachkräfte grundsätzlich an Schulen mit den Lehrkräften unter anderem in der Planung von unterrichtsintegrierten Unterstützungsmaßnahmen für Schülerinnen und Schüler mit sprachlichen Beeinträchtigungen zusammen. Die positive Wirkung solcher Unterstützungsmaßnahmen konnte bereits durch Studienergebnisse bestätigt werden, was besonders auf den fachlichen Austausch der beteiligten Fachkräfte zurückgeführt wird.
In Deutschland werden aktuell neue Überlegungen für die Zusammenarbeit von sprachtherapeutischen / logopädischen Fachkräften und Grundschul- sowie Förderschullehrkräften speziell mit dem Förderschwerpunkt Sprache an Schulen erforscht, deswegen ist nun auch Ihre Meinung zu dieser Thematik gefragt! Bitte geben Sie daher Ihre Einschätzungen zu folgenden Aussagen ab:

A-1: Ich könnte mir vorstellen, dass sprachtherapeutische / logopädische Fachkräfte… 

…mit Grundschul- und Förderschullehrkräften (mit dem Schwerpunkt Sprache) an Schulen zusammen arbeiten.

 

  
 

…in den Räumen der Schule tätig werden können.

 

  
 

…an Schulen angestellt und vom gleichen Träger wie Lehrkräfte bezahlt werden.

 

  
 

…in Schulen gemeinsam mit Grundschul- und Förderschullehrkräften an schulischen Konzeptionen gewinnbringend mitarbeiten können.

 

  
 


A-2: Ich könnte mir auch vorstellen, dass...
 

… Sprachtherapie / Logopädie, Regelschulpädagogik und Sonderpädagogik im Unterricht miteinander verknüpft werden können.

 

  
 

…Grundschullehrkräfte und Förderschullehrkräfte durch die Mitarbeit von sprachtherapeutischen / logopädischen Fachkräften an Schulen entlastet werden können.

 

  
 

…die Kooperation zwischen Grundschul- und Förderschullehrkräften sowie sprachtherapeutischen / logopädischen Fachkräften an Schulen den fachlichen Austausch (z.B. Supervisionen, Team-Sitzungen) erleichtert.

 

  
 

…ich für das gemeinsame Arbeiten der drei genannten Professionen in einer Schule an Fort- und Weiterbildungen aus den Fachgebieten der jeweils anderen Professionen teilnehme.

 

  
 

Themenkomplex B: Aufgaben und Zuständigkeiten der Professionen an Schulen

Zentrale Fragestellungen innerhalb der Zusammenarbeit von sprachtherapeutischen / logopädischen Fachkräften und Grundschul- sowie Förderschullehrkräften besonders mit dem Förderschwerpunkt Sprache an inklusiven Schulen betreffen die Aufgabenstellungen und Zuständigkeiten der einzelnen Professionen. Ihre Einschätzungen zu den folgenden Aussagen könnten diesbezüglich besonders aufschlussreich sein:

B-1: Sprachtherapeutische / logopädische Fachkräfte können… 

…an Schulen in den Unterricht integrierte therapeutische Maßnahmen für Schülerinnen und Schüler mit sprachlichen Beeinträchtigungen durchführen.

 

  
 

…an Schulen in die Unterrichtsplanung der Lehrkräfte und in die Planung der Bildungsprozesse einbezogen werden.

 

  
 

…an Schulen sprachdiagnostische Aufgaben übernehmen.

 

  
 

…in Aktivitäten der Schule außerhalb des Unterrichts (z.B. Schulfeste, Ausflüge, Projekttage,…) eingebunden werden.

 

  
 

...in die inklusive Schulentwicklung eingebunden werden.

 

  
 

…an Schulen alle Schülerinnen und Schüler (u.a. im Unterricht, in Gruppen) sprachlich fördern, um Beeinträchtigungen vorzubeugen.

 

  
 

…Lernprozesse im Bereich Sprache und Kommunikation überprüfen und gegebenenfalls neue Maßnahmen einleiten.

 

  
 

…in Schulen Grundschullehrkräfte zu Sprachentwicklungsverläufen und -beeinträchtigungen und Förderschullehrkräfte u.a. mit dem Förderschwerpunkt Sprache zu therapeutischen Maßnahmen beraten.

 

  
 


B-2: Förderschullehrkräfte mit dem Förderschwerpunkt Sprache können…  

 

…sprachtherapeutische / logopädische Fachkräfte zu sonder- und sprachpädagogischen sowie sprachdidaktischen Inhalten und Grundschullehrkräfte zu Einflüssen sprachlicher Beeinträchtigungen auf die schulischen Leistungen beraten.

 

  
 

…an Schulen sprachtherapeutische Unterstützungsangebote koordinieren und evaluieren.

 

  
 

…eigenständig therapeutische Unterstützungsangebote für Schülerinnen und Schüler an Schulen übernehmen.

 

  
 

…eigenständig sprachdiagnostische Aufgaben bei Schülerinnen und Schülern an Schulen übernehmen.

 

  
 

…mit den Grundschullehrkräften gemeinsam Unterrichts- und Bildungsprozesse planen.

 

  
 


B-3: Grundschullehrkräfte…  

 

…sollten vorwiegend eigenständig den Unterricht und die Bildungsprozesse der Schülerinnen und Schüler planen und initiieren.

 

  
 

…können Förderschullehrkräfte mit dem Förderschwerpunkt Sprache zu fachdidaktischen Inhalten und sprachtherapeutische / logopädische Fachkräfte zur Unterrichtsorganisation und allgemeinen Pädagogik / Didaktik der Grundschule beraten.

 

  
 

…können hauptsächlich mit Förderschullehrkräften mit dem Förderschwerpunkt Sprache präventive sprachliche Fördermaßnahmen an Schulen durchführen.

 

  
 

…sollten hauptsächlich mit Förderschullehrkräften unter anderem mit dem Förderschwerpunkt Sprache in Aktivitäten der Schule außerhalb des Unterrichts (z.B. Schulfeste, Ausflüge, Projekttage,…) eingebunden werden.

 

  
 

…und Förderschullehrkräfte unter anderem mit dem Förderschwerpunkt Sprache sollten hauptsächlich in die inklusive Schulentwicklung eingebunden werden.

 

  
 

Themenkomplex C: Kooperation und Formen der Zusammenarbeit

Für Konzepte, die die Sprachtherapie / Logopädie an Schulen verankern, ist ebenfalls die Bereitschaft von sprachtherapeutischen / logopädischen Fachkräften, Grundschullehrkräften und Förderschullehrkräften (unter anderem mit dem Förderschwerpunkt Sprache) zur Kooperation der Fachkräfte und zu Formen der Zusammenarbeit innerhalb schulischer Kontexte entscheidend.

C-1: Ich finde es richtig, als Teil eines Teams aus Grundschul- und Förderschullehrkräften und sprachtherapeutischen / logopädischen Fachkräften unter geeigneten Bedingungen… 

…gemeinsam Bildungs- und Kommunikationsziele für Schülerinnen und Schüler festzulegen.

 

  
 

…gemeinsam Förderpläne zu gestalten.

 

  
 

…gemeinsam kollegiale Fallberatungen und Team-Sitzungen durchzuführen.

 

  
 

…Team-Teaching-Formend zu zweit oder zu dritt durchzuführen.

 

  
 

…gemeinsam Elterngespräche zu führen.

 

  
 

…gemeinsam Lernumgebungen (z.B. Klassenraum, Lernplakate) zu gestalten.

 

  
 

d Unter „Team-Teaching“ werden verschiedene Modelle der Kooperation verstanden, bei denen Fachkräfte (z.B. eine Grundschullehrkraft und eine Förderschullehrerkraft) gemeinsam den Unterricht gestalten. 

Themenkomplex D: Bedingungen / Ressourcen und Themenkomplex E: Abschlussfrage zur multiprofessionellen Zusammenarbeit

Schließlich ist noch von Bedeutung, welche Bedingungen und Ressourcen für die erfolgreiche Zusammenarbeit vorliegen müssen und was Ihnen bezüglich der multiprofessionellen Zusammenarbeit zwischen Grundschullehrkräften, Förderschullehrkräften (mit dem Förderschwerpunkt Sprache) sowie sprachtherapeutischen / logopädischen Fachkräften am wichtigsten ist. 

D-1: Welche Bedingungen müssten für Sie unbedingt erfüllt sein, um erfolgreich kooperativ arbeiten zu können (Mehrfachnennungen möglich)?




Abschluss des Fragebogens


Vielen Dank für Ihre Teilnahme an der Befragung!!!
Bei Fragen oder Anregungen können Sie sich gerne auch an Nicole Buchcik über die E-Mail-Adresse nicole.buchcik@ifs.uni-hannover.de wenden!